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10. Sitzung des Ausschusses für Schule und Kindergärten der Stadt Olfen

Ausschuss für Schule und Kindergärten (Einladung)

Ausschuss für Schule und Kindergärten (Einladung)


Letzten Donnerstag fand die 10. Sitzung des Ausschusses für Schule und Kindergärten der Stadt Olfen statt. Für die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Olfen war ich – gemeinsam mit dem SPD-Vorsitzenden Daniel Klingauf – in dieser Sitzung, die unter Leitung der Ausschussvorsitzenden Barbara Finke im Bürgerhaus stattfand.

Nachfolgend möchte ich Sitzung des Ausschusses für Schule und Kindergärten zum Teil aus meiner Sichtweise ein wenig dokumentieren:

Mitteilungen und Anfragen (TOP 1)

Mitteilungen

Im Rahmen der Mitteilungen informierte Bürgermeister Josef Himmelmann für die Verwaltung den Ausschuss darüber, dass der Kreis Coesfeld wieder eine Auswahl eines Familienzentrums vorgenommen hat. Die Stadt Olfen war dabei nicht erfolgreich, was nach Auskunft Himmelmanns an der Versorgungslage liegt.
Desweiteren wurde mitgeteilt, dass die – in der letzten Sitzung beauftragte – Schulanalyse durch Dr. Ernst Rösner (vom Institut für für Schulentwicklungsforschung in Dortmund) wohl voraussichtlich im Herbst 2009 vorgestellt wird.

Anfragen

Bei den Anfragen wollte Franz-Josef Schulte im Busch (CDU) wissen, wie die Erfahrungen mit den in der letzten Sitzung vorgestellten White- bzw. Smartboards seien. Den Auführungen der Schulvertreter zufolge ist da schon einiges an Fortbildungen gelaufen und bei den Lehrern die das ganze schon angewandt haben, soll das System sehr beliebt sein. An der Grundschule soll es inzwischen so weit sein, dass die Lehrer das in jeder Klasse haben wollen.

Bernd Wienken (UWG) hakte nach, wie es mit den Laptops für alle Schüler (vgl. auch dazu die letzte Sitzung) ausehen würde. Hierzu erklärte Bürgermeister Himmelmann, dass man seitens der Stadt noch auf das Konzept der Gesamtschle wartet, man nicht davon ausgehen könne, dass das ganze zu Beginn des nächstes Schuljahres gestartet wird und auch, dass sicherlich nicht auf einen Schlag alle 800 Schüler entsprechend ausgerüstet werden.

Er unterstrich noch einmal, dass die Stadt sich beteiligen wird und dass kein Schüler aus finanziellen Gründen nicht daran teilhaben wird.

Hiernach hatte noch einmal Franz-Josef Schulte im Busch das Wort und sprach das inzwischen schon deutlich ausgelutschte Thema einer 2. Grundschule in Olfen an. Hintergrund hier ist, dass in der Vergangenheit immer wieder eine 2. Grundschule in Olfen gefordert wurde – zuletzt zum Beispiel von der UWG Olfen. Gründe hierfür gab es damals meiner Meinung nach schon, da es damals sehr viele Schülerinnen und Schüler gab, so dass die Grundschule quasi aus allen Nähten platzte. Doch inzwischen ist die Situation eine andere und deswegen ist eine zweite Grundschule unnötig.
Genauso unnötig wie die eigentlich in jeder Sitzung wiederholte Anspielng auf die UWG-Pläne zur 2. Grundschule…

Bericht über die Initiative “Pillefuß”

Nachdem in der letzten Sitzung (ich verzichte ab sofort auf die Linksetzung dazu) das Angebot der Pillefüße (Kinderbetreuung) in Olfen auf den Vormittag ausgeweitet wurde, gab es einen Bericht von den Frauen Stenczl und Wensing über die Pillefüße.

Die im Vorfeld der Sitzung in der SPD-Fraktion besprochenen Fragen rund um die Pillefüße (z.B. zur Akzeptanz des Vormittagsangebotes, die Auswirkungen der steuerlichen Änderungen bei den Tagesmüttern) wurden in dem Bericht schon alle beantwortet, so dass wir auf eine Fragestellung verzichten konnten.

Interessant war jedoch bei der Vorstellung des Berichtes, dass laut Frau Stenczl auch ein Kind bei den Pillefüßen dabei ist, welches nicht in der Offenen Ganztagsgrundschule (OGGS) angenommen wurde. Hierzu hakte ich dann nach ihrem Bericht nach, woraufhin Bürgermeister Himmelmann sagte, dass es definitiv so sei, dass kein Kind dort abgelehnt wird. Wobei sich das nur auf Kinder aus Olfen bezieht – für auswärtige Kinder sind die Betreuungsangebote vor Ort nicht gedacht.

Die Frage zur Akzeptanz des Vormittags-Angebotes beantwortete sich quasi von selbst, nachdem Frau Wensing erklärte, dass in der Zeit von 07:00 bis 14:00 Uhr durchschnittlich 530 Stunden vormittags genutzt werden, während es nachmittags von 14:00 bis 19:00 Uhr durchschnittlich 430 Stunden sind.

Nach dem Bericht erklärte Bürgermeister Himmelmann, dass auch der Bedarfsplan für die Kindergärten gezeigt hätte, dass das früher prognostizierte Kindergartensterben nicht stattfindet. Zu den Pillefüßen sagte er, dass diese “aus förderungstechnischen Gründen” eine Katastrophe seien, da bis auf eine geringe Summe fast die gesamten Kosten von der Stadt Olfen getragen werden.
Jedoch würde die Stadt Olfen jetzt einen Dialog mit dem Kreis Coesfeld, der verantwortlichen politischen Ebene für die Kindergartenversorgung in Olfen, suchen.

Bericht der Verwaltung über das Ergebnis der Anmeldungen in den Tageseinrichtungen für Kinder im Stadtgebiet Olfen (TOP 3)

In diesem TOP wurde noch einmal das nicht vorhandene Kindergartensterben angesprochen. Wenn jedoch das Angebot der Pillefüße nicht mehr vorhanden sei, hätte dies gravierende Auswirkungen auf die U3-Betreuungen vor Ort.
Außerdem wurde indirekt durch Bürgermeister Himmelmann das sogenannte “KiBiz”-Gesetz kritisiert, da die angeblich flexiblen Buchungszeiten von 25, 35 bzw. 45 Stunden nicht wirklich flexibel sind und man zu einem System kommen müsse, wo der real gefragte Stundensatz abgerechnet wird.

Bericht über den Kindergartenbedarfsplan des Kreises Coesfeld (TOP 4)

Hierzu gibt es eigentlich keine besonderen Anmerkungen – die hier sicherlich auch interessanten Punkte wurden schon in den beiden vorherigen TOPs erwähnt.

Bericht über die Anmeldungen und die Arbeit an der Offenen Ganztagsgrundschule (TOP 5)

Wie auch in der letzten Sitzung zeigt sich, dass die OGGS in Olfen sehr beliebt ist. Demnächst werden ca. 88 Kinder dort sein, die jedoch nicht alle immer gleichzeitig vor Ort präsent sind, so dass das ganze platztechnisch klappt.
Bürgermeister Himmelmann bekräftigte noch einmal, dass kein Kind aus finanziellen Gründen abgelehnt wird.

Zu diesem Thema gibt es auch einen Artikel in den Ruhr Nachrichten.

Bericht der Schulleitung der Wieschofschule – Kath. Grundschule der Stadt Olfen – über das Ergebnis der Feststellung des Sprachstandes 2 Jahre vor der Einschulung und über das Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2009/2010 (TOP 6)

Vorab wurde beschlossen, dass im Rahmen dieses TOPs auch über die Qualitätsanalyse noch einmal besprochen wird, da die Grundschule beschlossen hat, dass – trotz der insgesamt guten Bewertung – die Grundschule handeln möchte, damit die letzten nicht ganz so sehr guten Bewertungspunkte auch noch besser werden.

Sprachstandsfeststellung

Zu Delfin 4 wurde berichtet, dass es in Olfen kaum Kinder geben würde, die den Anspruch der Landesförderung benötigen. Nichtsdestotrotz seien jedoch die organisatorischen Aufwände bei der Feststellung des Sprachniveaus sehr groß und würden unter Umständen den Aufwand nicht rechtfertigen. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben könne man jedoch nichts daran ändern.

Anmeldeverfahren

Es gab mehr Anmeldewünsche für den jahrgangsübergreifenden Unterricht 1/3 (Klasse 1 und 3) als für den reinen Jahrgangsunterreicht in der Klasse 1. Jedoch konnten diese Wünsche nicht alle erfüllt werden, da man neben den entsprechenden Anmeldungen in der 1. Klasse auch entsprechend viele Kinder in der dann neuen 3. Klasse benötigt.

Bericht der Schulleitung der Wolfhelmschule – Gesamtschule der Stadt Olfen – über das Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2009/2010 (TOP 7)

Hier wurden die Zahlen zur Kenntnis genommen. Es wurde auch erneut bedauert, dass es auch aus dem Bereich der Olfener Anmeldungen zu Ablehnungen gekommen ist. Seitens der Gesamtschule Olfen wurde jedoch erläutert, dass diese Ablehnungen aus dem so genannten dritten Topf per Losentscheid stammen, so dass diese Ablehnungen zwar bedauerlich seien aber der Losentscheid habe nichts anderes ergeben. Eine Bevorzugung von Olfener Schülern ist jedoch aus rechtlicher Sicht nicht möglich, so dass es zu dem Losentscheid gekommen ist, bei dem nur der Zufall entscheidet.

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