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Abschied von der Fraktionsarbeit

Olfen: Wahlkreis 11 (Kommunalwahlen 2009 - Stadtrat)

Olfen: Wahlkreis 11 (Kommunalwahlen 2009 - Stadtrat)

Vor einigen Wochen berichtete ich über Fraktionssitzung, in der die Fraktionsvorsitzende Martina Naujoks in ihrem Amt bestätigt wurde.

Über weitere Entwicklungen wollte ich da noch nicht berichten, doch ein weiteres Ergebnis dieser Fraktionssitzung kann ich jedoch jetzt doch schon verkünden – betrifft es mich doch selber:

Ich werde mit der Fraktionsarbeit vor Ort aufhören.

Nachdem ich mehrere Jahre als sachkundiger Bürger in der Fraktion und vor allem dem Schulausschuss der Stadt Olfen mitgearbeitet habe und seit knapp einem Jahr auch offizielles Ratsmitglied bin, endet für mich die Mitarbeit in der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Olfen zum Ende der laufenden Legislaturperiode (also zum 21. Oktober 2009 hin). Der neuen SPD-Fraktion, die sich offiziell ab dem 22. Oktober 2009 konstituieren wird, werde ich nicht mehr angehören. Weder als Ratsmitglied noch als sachkundiger Bürger.

Das Wahlergebnis im Wahlkreis 11


Direkt nach der Wahl hatte ich ja bereits – siehe diesen Bericht – mein Wahlergebnis angesprochen. Das ist meiner Meinung nach zwar im Landestrend, trotzdem eher katastrophal und ich scheue es nicht, zuzugeben, dass es eine herbe Niederlage für mich war.
Natürlich könnte ich versuchen, das Ergebnis schön zu reden. Da könnte ich beispielsweise aufführen, dass in diesem Wahlkreis die CDU das schlechteste Ergebnis von ganz Olfen erzielt hat – aber da kann man dann auch gleich entgegnen, dass ich in diesem Wahlkreis erneut nur den 3. Platz erzielt habe (während eines meiner Ziele eingetreten ist; die UWG zu überholen – bei den Wahlen 2004 war diese auf Platz 2).

Der Wahlkreis 11, bestehend aus den Straßen Ächterheide, Föhrenbrink, Heidkamp, Niekamp, Schafhorst, Schützenstraße, hat mir und damit der SPD zwar prozentual gesehen eine höhere Zustimmung eingebracht als das Ergebnis im gesamten Stadtergebnis. Doch nur dieses bestimmt die Anzahl der Plätze, die die SPD über die Reserveliste in den Stadtrat entsenden kann.
Hätte die SPD in ganz Olfen so abgeschnitten wie ich im Wahlkreis 11, hätte sich an der Mandatszahl der SPD auch nichts geändert und ich wäre auch nicht mehr Ratsherr.

Es hat aber nicht sollen sein, so lautete das Votum der Wähler, was man als Kandidat zu akzeptieren hat. Das ich das persönlich nicht gut finde, dürfte klar sein, aber man muss es akzeptieren.

Es hätte ja auch schlimmer können:
Nehmen wir beispielsweise meinen Ex-Siedlungsnachbarn Heinz-Peter Wever von der FDP, der einer meiner Mitbewerber in diesem Wahlkreis war und den ich mitsamt seiner Familie seit mehreren Jahrzehnten kenne: Er hat für die FDP das beste Ergebnis von ganz Olfen erzielt – dennoch wird auch er nicht mehr dem nächsten Rat der Stadt Olfen angehören, da sein Listenplatz für den Einzug über die Reserveliste nicht ausreicht.

Kein sachkundiger Bürger mehr

Natürlich hätte ich auch wieder sachkundiger Bürger in der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Olfen werden und dann wohl auch wieder in den Schulausschuss der Stadt Olfen einziehen können. Jedenfalls wurde ich darum von vielen Parteifreunden gebeten.
Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden und verstehe jetzt dieses Wahlergebnis als einen Schnitt, der dazu führt, dass ich nach 10 Jahren Mitarbeit in der Fraktion vor Ort der SPD-Fraktion ab dem 22. Oktober 2009 (dem offiziellen Amtsbeginn der frisch gewählten Räte) nicht mehr angehören werde.

Kommunalpolitik in Olfen

Das ist jedoch noch keine endgültige Trennung von der Kommunalpolitik in Olfen – ich trete natürlich nicht aus der SPD aus und bin noch weiter als gewählter Sprecher der SPD Olfen Mitglied des SPD-Vorstandes in Olfen und werde mich dahingehend auch noch weiter politisch vor Ort engagieren.

Ein Kommentar

[...] nicht dabei war, war das doch eine gewisse Zäsur für mich. Denn nachdem ich bereits im Oktober 2009 die Mitarbeit in der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Olfen aufgab (weil ich bei den Kommunalwahlen kein Direktmandat erzielte, nicht über die Liste [...]

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