Das Kreuz mit den Kreuzen: Das Wahlrecht zu den Kommunalwahlen kurz erklärt
Morgen finden die Kommunalwahlen statt und die 10.033 Wahlberechtigten in der Stadt Olfen haben die Möglichkeit insgesamt auf vier Stimmzetteln ihre Entscheidung zu treffen. Denn die Kommunalwahlen sind nicht eine einzige Wahl, sondern in diesem Fall vier Wahlen. Gewählt werden der Landrat des Kreises Coesfeld, der Kreistag zu Coesfeld, der Bürgermeister der Stadt Olfen und der Stadtrat von Olfen.
Nachfolgend eine kurze Erklärung zum Wahlrecht bei den Kommunalwahlen:
Landrat des Kreises Coesfeld
Hier tritt der noch amtierende Landrat Konrad Püning aus Seppenrade von der CDU gegen den SPD-Herausforderer (und noch derzeitigen Landtagsabgeordneten) André Stinka aus Dülmen an.
Da es keine weiteren Kandidaten auf dem weißen Stimmzettel gibt, wird einer der beiden Kandidaten (meine Wahlempfehlung gilt für André Stinka) mehr als 50 % der Stimmen erzielen und damit zum Landrat des Kreises Coesfeld gewählt werden. In anderen Kreisen gibt es mehr als zwei Bewerber, so dass theoretisch auch Bewerber mit unter 50 % der Stimmen gewählt werden können, da die CDU/FDP-Landesregierung unter Jürgen Rüttgers die Stichwahlen abgeschafft hat (was meiner Meinung nach ein Fehler ist).
Kreistag zu Coesfeld
Insgesamt 27 Wahlkreisbezirke gibt es im Kreis Coesfeld zur Kreistagswahl. Der Kreistag hat jedoch voraussichtlich 54 Mitglieder (ggf. kann sich die Zahl durch bestimmte Wahlkonstellationen ändern). Auf den hellgrünen Stimmzetteln für die einzelnen Kreistagswahlbezirke stehen die einzelnen Kreistagskandidaten von insgesamt sechs Parteien/Gruppen: CDU, SPD, FDP, Bündnis ’90/Die Grünen, VWG und Die Linke. Die Kandidaten die in ihrem Wahlbezirk die meisten Stimmen erzielt haben (auch hier gibt es keine 50 %-Mindestgrenze) haben ihren Wahlkreis “direkt” gewonnen. Die anderen voraussichtlich 27 Mitglieder des Kreistages werden dadurch ermittelt, dass die Wahlergebnisse aller 27 Wahlkreise zusammengerechnet werden und die restlichen Vertreter insgesamt entsprechend der Stimmenverhältnisse über die so genannten Reservelisten der Parteien verteilt werden. Die direkt gewonnenen Wahlkreise werden jedoch vorher davon abgezogen. So sind selbst Stimmen für eine Partei bzw. einen Wahlkreiskandidaten in einem Wahlkreis, wo ein anderer Bewerber oder eine andere Partei als Favorit gilt nicht verschenkt.
Bürgermeister von Olfen
Bei der Wahl des Bürgermeisters von Olfen stehen der noch amtierende Bürgermeister Josef Himmelmann (CDU) und der von mir unterstützte SPD-Kandidat Karl-Heinz Lueg auf den hellgelben Stimmzetteln. Auch hier gibt es keine Stichwahl, die ist aber auch – da es ja nur zwei Kandidaten gibt – nicht notwendig.
Stadtrat von Olfen
Die Stadt Olfen hat aufgrund ihrer Größe insgesamt 16 Wahlkreisbezirke (und in Wahlkreis 11 (Ächterheide, Föhrenbrink, Heidkamp, Kökelsumer Straße, Niekamp, Schafhorst, Schützenstraße) trete ich an). Es treten jeweils Kandidaten von CDU, SPD, UWG und FDP hier an. Die Kandidaten die in ihrem Wahlkreis auf den hellrosa Stimmzetteln am meisten Stimmen erhalten haben, sind “direkt” gewählt. Da jedoch der Stadtrat von Olfen 32 Mitglieder hat, werden hier – wie auch Kreisebene – die restlichen 16 Ratsvertreter durch die einzelnen Reservelisten ermittelt.
Insofern können mich indirekt Olfener Wahlberechtigten der Stadt Olfen (und nicht nur die im Wahlkreis 11) wählen, denn eine Stimme für die jeweilige SPD-Kandidatin/den jeweiligen SPD-Kandidaten im jeweiligen Wahlkreis vor Ort ist indirekt auch eine Stimme für die Reserveliste der SPD Olfen und somit ggf. auch für mich, da ich in dieser Reserveliste auf Platz 7 eingereiht bin.
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Kategorie/n: Kommunalpolitik, Kommunalwahlen 2009, Kreis Coesfeld, Politik | Stichworte: André Stinka, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgermeister, Bürgermeisterkandidat, CDU, Die Linke, FDP, Josef Himmelmann, Jürgen Rüttgers, Karl-Heinz Lueg, Kommunalwahl, Kommunalwahlen, Konrad Püning, Kreis Coesfeld, Kreistag, Landrat, Olfen, SPD, Stadtrat, UWG, VWG
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