Kinderbetreuung für jedes Alter, moderne Schuleinrichtung (WLAN, Laptops, Smart Board) und mehr

Einladung zum Ausschuss für Schule und Kindergärten
Gemeinsam mit Dietmar Klingauf, dem anderen SPD-Vertreter in diesem Ausschuss, war ich am Donnerstag dann vor der eigentlichen Ausschusssitzung noch zu einer Art “Begehung” in der Offenen Ganztagsgrundschule (OGGS).
Doch die technische Präsentation eines so genannten Smart Boards war so faszinierend, dass die eigentliche Raumbegehung aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ausfiel. Ein Smart Board ist eine interaktive Tafel in Zusammenarbeit mit einem Computer, die man für viele schulische Zwecke nutzen kann. Man kann dort z.B. als Schüler das Schreiben lernen, Aufgaben lösen oder als Lehrer einfach und bequem Tafelbilder erstellen (und speichern und damit erneut laden kann) , das ganze mit diversen Computerinhalten (Audiodateien, Exceltabellen usw.) verbinden. Das faszinierend am Smart Board ist es, dass die Tafel quasi als riesiger Touchscreen arbeitet. Wer die “Magic Walls” in der US-Wahlberichterstattung gesehen hat, wo mit einem Wisch plötzlich die Statistiken von irgendwelchen US-Bundesstaaten eingeblendet wurden, weiß ungefähr was damit gemeint ist. Man könnte natürlich auch von einem Apple iPhone mit einem riesen Bildschirm sprechen…
Die Vorführung des Smart Boards, welches für die OGGS angedacht ist (aber auch von der Grundschule mitgenutzt werden soll), hat die Mitglieder im Schulausschuss unter Vorsitz von Barbara Finke (CDU) so sehr begeistert, dass die Zeit schneller voranschritt als gedacht und die eigentliche Sitzung dann sogar später begann.
Dem Bürgerinfosystem der Stadt Olfen kann man die Tagesordnung (und inzwischen auch eine Niederschrift) des Ausschusses entnehmen, der in der Wieschhof-Grundschule stattfand. Nachfolgend will ich die Sitzung aus meiner Sichtweise ein wenig dokumentieren:
Mitteilungen und Anfragen (TOP 1)
Da gab es seitens der Stadtverwaltung keine Anfrage, dafür aber eine Anfrage zum Thema Bushaltestelle in Vinnum durch Ausschussmitglied Paul Ostrop. Laut dem Bürgermeister wird sich der Kreis darum kümmern.
Einrichtung Pillefuß; hier: Ausweitung des Angebotes (TOP 2)
Die Pillefüße sorgen dafür, dass die unter dreijährigen Kinder, die noch nicht in den Kindergarten können auf Bedarf dennoch betreut werden können. Hier soll das Angebot jetzt auch auf den Vormittag ausgeweitet werden.
Meiner Meinung nach sinnvoll und daher haben wir auch zugestimmt. Das ganze wurde dann einstimmig beschlossen – wie auch alle anderen Entscheidungen in dieser Sitzung.
Die Kosten bleiben bei moderaten 1,- Euro / Stunden, die Kinder können auch kurzfristig (z.B. wenn man zum Arzt muss) betreut werden, wobei natürlich Anmeldungen bei planbaren Terminen sehr gerne gesehen werden.
Auf meine Frage bzgl. der Nutzung teilte der Bürgermeister mit, dass die Nutzung gut sei und immer mindestens vier Kinder in der Betreuung sein.
Bericht über die Kindergartenbedarfsplanung des Kreises Coesfeld (TOP 3)
Da der Kreis Coesfeld die Entscheidungen über die Kindergartenbedarfsplanung trifft, ist das keine wirkliche Entscheidung die vor Ort zu treffen ist, so dass der Bericht auch “nur” zur Kenntnisnahme in der Tagesordnung stand. Nichtsdestotrotz wird natürlich der Kreis Coesfeld seine Entscheidungen mit den betroffenen Gemeinden und Städten des Kreises besprechen.
In der Sitzung wurden uns ganz neue Zahlen (ich meine vom 6. November 2008) präsentiert, die bei der im Oktober geschriebenen Einladung mitsamt den Sitzungsvorlagen (siehe Bild) noch nicht präsent waren. Diese Zahlen sollen den Fraktionen in Kürze auch zur Verfügung gestellt werden.
Am Interessantesten dürfte es sein, dass eine Gruppe U3, zur Betreuung von unter Dreijährigen eingerichtet werden soll. Nach Vorstellungen der Stadtverwaltung soll diese im Regenbogen-Kindergarten eingerichtet werden.
Zu diesem Thema gibt es auch einen Artikel in den Ruhr Nachrichten.
Bericht der Schulleitung der Wieschofschule (TOP 4)
In diesem Tagesordnungspunkt wurden gleich drei Themen diskutiert: Einerseits das erfolgte Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2009/2020, sowie anderersteis über die Qualitätsanalyse der Bezirksregierung und die so genannte Lernstandserhebung.
Anmeldeverfahren
Nach “jetzigem” (also zum Zeitpunkt der Sitzung) Stand der Dinge haben sich 106 Kinder angemeldet, so dass vier ganze Klassen gebildet werden können. Diese Zahlen ändern sich aber bekanntlich bis zur eigentlichen Einschulung noch unter anderem wegen Um- und Zuzügen. Aufgrund der vielen Anmeldungen für die jahrgangsübergreifenden Klassen sollen jetzt parallel vier Klassen jahrgangsübergreifend eingerichtet werden.
Qualitätsanalyse
Die Grundschule hat gute Noten für die Qualitätsanalyse bekommen. Ein Kritikpunkt wurde jedoch von Petra Deuker (Schulleiterin) an den Methoden geäußert, da sie es nicht gut fand, dass die Bezirksregierung zwar eine Analyse erstellt, aber die daraus resultierenden Prozesse vor Ort nicht durch die Prüfer begleitet werden.
Lernstandserhebung
Bei der Lernstandserhebung, bei der der Lernstand der Schüler vor Ort mit denen im Land verglichen wird, zeigte sich im Fach Deutsch ein etwas schlechteres Niveau als auf Landesebene ab, während im Fach Mathematik die Leistungen deutlich besser waren als der Landesschnitt.
Insgesamt gute Ergebnisse – die so auch seitens des Ausschuss deutlich begrüßt wurden.
Sachstandsbericht über die Offene Ganztagsgrundschule der Wieschofschule Olfen (TOP 5)
Die OGGS in Olfen ist weiterhin sehr beliebt – mit derzeit 77 belegten Plätzen ist auch die dritte Gruppe voll belegt. Damit niemand abgelehnt wird sollen neue Plätze geschaffen werden. Mit der Finanzierung durch das Land, so hieß es jedenfalls auf meine Nachfrage, sei man zufrieden. Hier sollte man jedoch anmerken, dass leider die Schulministerin Barbara Sommer (CDU) viele Bundesmittel für Ganztagsschulen für andere Zwecke abgezeigt hat.
Zu diesem Thema gibt es auch einen Artikel in den Ruhr Nachrichten.
Medienentwicklungsplan für Grund- und Gesamtschule (TOP 6)
Gemeinsam mit der Citeq aus Münster, mit der die Stadt Olfen im IT-Bereich zusammenarbeitet, wurde der Medienentwicklungsplan (anlehnend an dem der Stadt Münster) fortentwickelt.
Die Gesamtschule soll einen dritten Computerraum erhalten und außerdem soll in einem großen Bereich der Gesamtschule ein weitflächiges WLAN zur Verfügung stehen, welches mit Laptops und Notebooks genutzt werden kann. Auch die Smart Board-Technologie soll an der Gesamtschule Olfen genutzt werden. Preislich gesehen sind die Smart Boards mit ca. 3000,- Euro pro Stück zwar teurer als normale Tafeln – aber eine normale Schiefertafel auf der man mit Kreide schreibt kostet laut Auskunft in der Sitzung auch schon rund 1000,- Euro, so dass die Mehrkosten durch eine deutlich höhere Funktionalität mehr als ausgeglichen werden.
Zurück zur Gesamtschule: Das alte Lehrerzimmer der Hauptschule soll ausgebaut werden zu einem zweiten Lehrerzimmer, wobei darüber demnächst noch der Bau- und Umweltausschuss tagen wird. Und da es finanzielle Konsequenzen für den kommenden Haushalt 2009 hat wohl auch der Haupt- und Finanzausschuss.
Im Rahmen dieses Tagesordnungspunktes gab es auch ein wenig Diskussion – denn Bernd Wienken (UWG) sprach die Gefahren von extensiver Nutzung “neuer” Medien wie Computer in der Schule an, da hier seiner Meinung nach Unterschiede bei der Herkunft der Schüler deutlich werden würden. Doch hier musste ich dann im Endeffekt Bürgermeister Josef Himmelmann beipflichten, der erklärte, dass man soziale Unterschiede nicht in der Schule ausgleichen könne und gerade durch die Nutzungsmöglichkeiten von Computer, Internet & Co. in Schulen solche unterschiedlichen Hintergründe zumindestens teilweise ausgeglichen werden können. Heutzutage werden teilweise schon Ausbildungsstellen mit obligatorischen Computerkenntnissen ausgeschrieben – da ist es meiner Meinung nach sehr gut, wenn diese Kenntnisse auch in den Schulen gelehrt werden.
Zu diesem Thema gibt es auch einen Artikel in den Ruhr Nachrichten namens Gesamtschule möchte Laptops für alle Schüler.
Schulentwicklungsplan der Stadt Olfen (TOP 7)
Einstimmig entschied sich der Schulausschuss dazu, dass Dr. Ernst Rösner vom Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund beauftragt wird eine “Analyse und Handlungsempfehlung für die Schulentwicklungsplanung in der Stadt Olfen” zu erstellen.
Dieses Gutachten soll zur nächsten Sitzung des Ausschusses verfügbar sein.
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Kategorie/n: Kommunalpolitik, Politik, Politikfelder, Schulpolitik | Stichworte: Ausschuss für Schule und Kindergärten, Barbara Finke, Barbara Sommer, Bernd Wienken, Betreuung, CDU, Dietmar Klingauf, Fraktion, Ganztagsgrundschule, Grundschule, Josef Himmelmann, Kindergärten, Kreis Coesfeld, Offene Ganztagsgrundschule, OGGS, Paul Ostrop, Pillefuß, Regenbogen, RN, Ruhr Nachrichten, SPD, U3, UWG, Wieschhof, Wieschhof-Grundschule, Wieschofschule, WLAN
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30. Mai 2009 um 22:29 Uhr
[...] nach Auskunft Himmelmanns an der Versorgungslage liegt. Desweiteren wurde mitgeteilt, dass die – in der letzten Sitzung beauftragte – Schulanalyse durch Dr. Ernst Rösner (vom Institut für für [...]
19. Oktober 2010 um 19:51 Uhr
Hallo habe eine frage kann man eine solche Tafel mit einem iPhone steuern über wlan oder so?
Danke…