Kommunalwahlen 2009: CDU dominiert Stadtrat von Olfen

Kommunalwahlen in Olfen 2009: Stadtrat
Bei den städtischen Wahlen konnte die CDU Stimmenzuwächse verzeichnen. Als Bürgermeister wurde Josef Himmelmann (CDU) mit über 80 % vor seinem Gegenkandidaten Karl-Heinz Lueg (SPD) gewählt. Das ungefähre (da gibt es wohl noch eine Rundungsungenauigkeit von 0,1 Prozentpunkten) Ergebnis für den Stadtrat von Olfen ist nebenstehend grafisch abgebildet und nachfolgend aufgelistet:
CDU = 66,6 % = 21 Mandate SPD = 14,9 % = 5 Mandate UWG = 8,6 % = 3 Mandate FDP = 9,9 % = 3 Mandate
Für die SPD bedeutet das eine Niederlage, da sie ein Ratsmandat dadurch verliert. Gewinner der Wahl ist neben der CDU auch die FDP, die den dritten Platz von der UWG zurückerlangen konnte.
Man kann jetzt natürlich – in bester Politikermanier – versuchen das Ergebnis schönzureden, aber insgesamt gesehen muss man schon festhalten, dass das Ergebnis eine deutliche Niederlage für die SPD Olfen ist. Es ist zwar noch zu früh hier Gründe zu suchen, aber festzuhalten bleibt:
Der Bundestrend sprach nicht für die SPD Olfen, während die CDU Olfen hier vor Ort sicherlich deutlich von der Schuldenfreiheit profitierte. Das ganze wurde anscheinend primär CDU und auch FDP zugeschrieben, obwohl die SPD in vielen Sitzungen sich diesem Ziel auch entscheidungstechnisch gewidmet hat. Das ganze wurde anscheinend primär CDU und auch FDP zugeschrieben, obwohl die SPD sich auch stets dafür in den Sitzungen der Ausschüsse und des Rates dafür eingesetzt hat.
Weiteres werden die Wahlauswertungen in den kommenden Tagen zeigen.
Persönliches Wahlfazit
Im Wahlkreis 11 in Olfen, in dem ich als Kandidat für den Stadtrat angetreten bin, sieht das Ergebnis der heutigen Kommunalwahlen im Bereich des Stadtrates wie folgt aus:
Damit haben sich in diesem Wahlkreis die Machtverhältnisse ein wenig verschoben – lag 2004 die CDU “nur” bei 48,5 % und auf Platz 2 die UWG vor dem dritten Platz der SPD und dem vierten Platz der FDP, tauschten FDP und UWG diesmal die Plätze 2 und 4. Wenn man sich die Gewinne/Verluste-Rechnung (siehe nebenstehende Grafik) anschaut, dann habe ich relativ wenig gegenüber 2004 verloren, während die Gewinne bzw. Verluste bei FDP respektive UWG relativ groß sind, während die CDU ein wenig hinzugewonnen hat (aber hier übrigens immer noch das schlechteste Ergebnis in der ganzen Stadt Olfen erzielt).
Aber auch hier will ich nicht versuchen das Ergebnis schönzureden, denn das ist schon eine deutliche Wahlniederlage für die Opposition in Olfen. Schließlich bleibt die CDU auch im Wahlkreis 11 die führende Partei vor Ort. Hier muss man schauen, ob man durch Wahlanalysen mögliche Beweggründe herausfinden kann, oder ob man dahingehend nur die Trends (Bundestrend, kommunaler Trend) als verantwortlich bezeichnen kann.
Ergänzung: Da ich nicht direkt in den Rat gewählt wurde und die SPD Olfen im Rat zukünftig wohl nur noch fünf Mandate über die Reserveliste stellen wird, werde ich demnächst nicht mehr Mitglied im Stadtrat sein. Da muss ich dann wohl (mal wieder…) den Untertitel dieser Seite abändern.
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Kategorie/n: Kommunalpolitik, Kommunalwahlen 2009, Politik | Stichworte: André Stinka, Bernd Rott, Bürgermeister, CDU, FDP, Heinz-Dieter Broz, Jens Matheuszik, Josef Himmelmann, Karl-Heinz Lueg, Kommunalwahl, Kommunalwahlen, Konrad Püning, Kreistag, Landrat, Olfen, Peter Wever, SPD, Stadtrat, UWG
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30. August 2009 um 22:39 Uhr
Ich kenn ja Politsprech sonst ziemlich gut, aber was bedeutet denn dieser Halbsatz: “obwohl die SPD in vielen Sitzungen sich diesem Ziel auch entscheidungstechnisch gewidmet hat.” Wie genau sieht es aus, wenn man sich einem Ziel entscheidungstechnisch widmet?
30. August 2009 um 22:51 Uhr
Oh, solche Monsterzahlen für die CDU sind schon ganz grausam … Aber die werden am 27. September wohl ähnlich sein. Der Presse sei’s gedankt.
30. August 2009 um 23:31 Uhr
@Katharina Borchert (welch ungewohnter Gast hier):
Stimmt, der Satz ist besch…eiden formuliert. Ich ändere das mal ab in “Das ganze wurde anscheinend primär CDU und auch FDP zugeschrieben, obwohl die SPD sich auch stets dafür in den Sitzungen der Ausschüsse und des Rates dafür eingesetzt hat.”
Besser so?
@Nils:
Tja, so sind die Zahlen bei uns im Münsterland. Wobei ich froh bin erfahren zu haben, dass in einigen Gemeinden des Kreises Coesfeld dann doch noch bunte Farbtupfer aufgetaucht sind.
30. August 2009 um 23:39 Uhr
Also direkt bist Du nicht in den Rat eingezogen. Hat es wenigstens über die Liste gereicht?
30. August 2009 um 23:41 Uhr
@Thomas:
Nein, hat nicht geklappt. Wobei mit der direkten Wahl das eh für nicht-CDU-Kandidaten in Olfen zum größten Teil eher illusorisch ist.
30. August 2009 um 23:52 Uhr
Bitteres Ergebnis. Tut mir leid für Dich. (Für so eine kleine Stadt ist der Gemeinderat aber ziemlich groß. Ist das normal in NRW? Hockenheim hat bspw. 21.000 Einwohner und nur 22 Gemeinderatsmitglieder, maximal möglich wären 26.)
31. August 2009 um 12:42 Uhr
Hallo Jens,
schade das es für Dich nicht über die Reserveliste gereicht. Aber ich glaube, dass Dir schon im voraus klar war wie gering die Chance als Direktkanditat war. Es lag bestimmt nicht an Deiner Person.
1. September 2009 um 08:54 Uhr
@Christian: Das ist so in NRW bzw. liegt an den Überhangmandaten. Mettmann z.B. hat bei 40.000 Einwohnern jetzt 54 Ratssitze dank 13 Überhangmandaten…
2. September 2009 um 19:47 Uhr
Das Ergebnis gefällt Dir sicher nicht, aber mir gefällt Deine Bewertung! Jedenfalls deutlich besser als die Schönrederei, die andere so von sich gegeben haben…
In sofern also: Respekt für Deine Analyse!
Viele Grüße
Harald
3. September 2009 um 06:10 Uhr
@Christian S.:
Schau mal hier: Kommunalwahlrecht (NRW) in der Wikipedia. Dort ist aufgelistet wie groß die Spannbreite bei den Räten in NRW ist.
@Harald K.:
Danke für den Kommentar!
@Matthias:
Jein, denn in Olfen gibt es keine Überhangmandate. Die 32 Mandate sind die regulären.
@Harald:
Naja, eine richtige Analyse ist das ja leider noch nicht.
3. September 2009 um 10:28 Uhr
[...] Überschrift Dominanz der CDU in Olfen kommt mir zwar etwas bekannt vor, aber darum geht es mir in diesem Beitrag [...]
5. September 2009 um 11:24 Uhr
[...] Eintrag von 00:15 Uhr heißt es zu diesem Artikel: Es hat sich ja mittlerweile eingebürgert, dass es am Wahlabend nur Gewinner gibt. Jens [...]