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NRW: Rot-Grün will im CDU-regierten Ascheberg die erste Gemeinschaftsschule genehmigen

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) im Gespräch mit Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (CDU), Foto: Ministerium für Schule und Weiterbildung

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) im Gespräch mit Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (CDU), Foto: Ministerium für Schule und Weiterbildung

Am Wochenende wurde bekannt, dass Sylvia Löhrmann (Bündnis ’90/Die Grünen), die Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), in der Gemeinde Ascheberg die erste Gemeinschaftsschule genehmigen möchte.
 
Ascheberg liegt wie meine Heimatstadt Olfen im Kreis Coesfeld und somit im Münsterland und ist außerhalb des Kreises vor allem als Autobahnabfahrt an der A1 bekannt.
 
Doch schulpolitisch hat es Ascheberg jetzt kürzlich in die Medien geschafft (siehe auch DerWesten und die Rheinische Post: I und II).
 
In der offiziellen Pressemitteilung des Schulministeriums heißt es dazu:
 

[...] Die Gemeinde Ascheberg hatte bereits im Oktober 2009 beim Schulministerium die Genehmigung einer „Profilschule Ascheberg“ beantragt. Diese war aber von der alten Landesregierung versagt worden. Entsprechend ihren Ankündigungen, unter Nutzung der Möglichkeiten eines Schulversuchs, ortsnahe Schulen mit gymnasialem Standard zuzulassen, beabsichtigt Schulministerin Sylvia Löhrmann nun, diesen Antrag zügig und sorgfältig zu prüfen.

Die Genehmigungsvoraussetzungen erörterte die Schulministerin in dieser Woche in Düsseldorf mit dem Bürgermeister der Gemeinde Ascheberg, Dr. Bert Risthaus (CDU), und dem Schulentwicklungsexperten Dr. Ernst Rösner (Universität Dortmund). Der Antrag der Gemeinde Ascheberg entspricht in großen Teilen den im Koalitionsvertrag formulierten Zielen. Nur bei einigen Formalien muss die Gemeinde noch nachsteuern. So müssen beispielsweise die Auswirkungen auf die Nachbargemeinden näher dargelegt und ein Kooperationspartner für die Oberstufe gefunden werden. Auch muss die aus dem Jahr 2006 stammende Schulentwicklungsplanung aktualisiert werden. [...]

Das klingt meiner Meinung nach gut, denn es zeigt, dass hier parteipolitische Spielchen, wie sie die alte CDU/FDP-Landesregierung unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) bzw. Schulministerin Barbara Sommer (CDU) fehl am Platz sind. Diese hatten den Antrag aus Ascheberg (und ähnliche aus anderen Städten und Gemeinden) abgelehnt. Jedoch sollte meiner Meinung nach eine Landesregierung nicht versuchen ihre eigene Ideologie auf Kosten der Praktikabilität und des Nutzens durchzusetzen. Wenn selbst im eher konservativen Münsterland, welches oftmals von der CDU politisch dominiert wird, schulpolitische Fortentwicklungen wie die Gemeinschaftsschule in Ascheberg entwickelt werden, dann sollte das einigen Landespolitikern zu denken geben. Ich denke die Verhältnisse vor Ort können vor Ort am ehesten beurteilt werden und wenn das ganze dann durch entsprechende landesweite Rahmenbedingungen flankiert wird, dann ist das eine vernünftige Entwicklung.

Aber die Blockierer von CDU/FDP, die anscheinend weder das Wohl der Kinder noch der Kommunen im Auge hatten, sind seit dem 9. Mai abgewählt und insofern hoffe ich, dass die Entscheidung in Ascheberg gut geprüft und – nach ggf. notwendigen Korrekturen – dann auch genehmigt wird.

Ein Kommentar

Links anne Ruhr (23.08.2010) » Pottblog
23. August 2010 um 04:24 Uhr

[...] NRW: Rot-Grün will im CDU-regierten Ascheberg die erste Gemeinschaftsschule genehmigen (Jens Ma… – [...]

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