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Wie eine Zeitung aus dem Münsterland mit einer Meldung den Landtagswahlkampf in NRW durcheinander bringt…

Mit den Westfälischen Nachrichten (WN) aus Münster hatte ich eigentlich nie viel zu tun: Olfen als südlichste Stadt im Kreis Coesfeld wird von den WN leider nicht abgedeckt, so dass man höchst selten mal dort was las. Wenn dann höchstens mal irgendwelche kreispolitischen Dinge wie beispielsweise von einem Unterbezirksparteitag der SPD im Kreis Coesfeld.

Doch am Dienstag haben die WN es geschafft mit einer Nachricht den Landtagswahlkampf hier in Nordrhein-Westfalen aufzumischen. Ursprünglich veröffentlichten sie in der Internet-Ausgabe einen Bericht, in dem vermutet wurde, dass wohl auch die NRWSPD einen Spendenskandal hat (nachdem Anfang der Woche groß im SPIEGEL eine CDU-Affäre angesprochen wurde). Demnach würde eine Bürger- und Wählerinitiative in Bochum (BWI Bochum) sich für die SPD einsetzen und das ganze würde nicht in den Rechenschaftsberichten der Partei auftauchen, was in diesem Fall dann ein Verstoß gegen das Parteiengesetz sei. Wenn es denn stimmen würde…

Der Sachverhalt wurde dahingehend schnell geklärt, das ganze wurde von der SPD Bochum natürlich ordnungsgemäß aufgeführt – und dann wurde plötzlich ein anderer Skandal in den Medien und auch in Veröffentlichungen von CDU-Politikern daraus (da der erste ja nicht fruchtete). Diesmal wurde dann kritisiert, eben dass die BWI Wahlkampf insgeheim für die SPD Bochum machen würde.

Irgendwie scheinheilig – erst will man der SPD ans Bein pinkeln, weil die Spenden im Wahlkampf für die SPD nicht im Rechenschaftsbericht auftauchen, nachdem das dann geklärt wurde, sei der Wahlkampf plötzlich heimlich gewesen.

Mehr dazu im Pottblog:
Westfälische Nachrichten: SPD, Bürger- und Wählerinitiative (BWI) Bochum und ein angeblicher Skandal

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