Kinofilm „Greenland“: Solide Unterhaltung – und ganz anders als 2012 oder Armageddon

Der Katastrophenfilm Greenland bietet solide Unterhaltung - und ist dabei vermutlich auch viel realistischer als andere Filme wie 2012.

Greenland (Filmplakat), Bild: (c) TOBIS Film GmbH
Greenland (Filmplakat) Bild: © TOBIS Film GmbH

Seit kurzem läuft in den Kinos der Film Greenland. Hierbei handelt es sich um einen „klassischen“ Weltuntergangsfilm. Da wundert es dann angesichts der aktuellen Situation nicht, wenn der deutsche Verleiher anscheinend den Film mit dem Zitat „Jetzt rast auch noch ein Komet auf die Erde zu“ bewirbt.

Worum geht es in Greenland?

Ein lange unerkannter Komet rast auf die Erde zu und wird ihr dabei sehr nahe kommen – aber dran vorbeifliegen. Insofern nimmt das kaum jemand ernst.

Der Bauingenieur John Garrity, der gerade seiner Frau (Beziehungsstatus: es ist kompliziert) bei Einkäufen für das geplante Grillen in der Nachbarschaft hilft, bekommt auf seinem Handy eine offizielle Nachricht der Regierung – auf sein Handy und sein TV-Gerät, wonach er, seine Frau und der gemeinsame Sohn evakuiert werden sollen. Er nimmt es nicht ganz ernst, wundert sich aber über das viele Militär in der Umgebung – seine Frau Allison bekommt die Meldung auf dem TV-Screen nicht mit, da sie sich auf die Feier vorbereitet.

Greenland (Filmszene), Bild: (c) TOBIS Film GmbH
Greenland (Filmszene) Bild: © TOBIS Film GmbH

Die Garritys und die Nachbarn schauen sich dann in den Nachrichten an, wie erste Teile des Komentenschwarms einschlagen. Doch dieser erste Einschlag geht doch nicht irgendwo im Atlantik bei den Bermudas nieder, sondern verwüstete halb Florida. Die Panik da ist groß – insbesondere als John noch einmal die entsprechenden Nachrichten bekommt (und die anderen Nachbarn nicht).

Er beschließt zusammen mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn sich auf dem Weg zum Evakuierungspunkt – eine Luftwaffenbasis in der Nähe – zu machen.

… und natürlich geht das jetzt mit der Evakuierung via Flugzeug nicht so reibungslos, wie es eigentlich sein sollte. Mehr will ich hier nicht verraten – außer, das was noch im Fazit folgt.

Greenland (Filmszene), Bild: (c) TOBIS Film GmbH
Greenland (Filmszene) Bild: © TOBIS Film GmbH

Mein Fazit zu Greenland

Der Film ist gut. Und natürlich fühlt man sich gleich an diverse Vorbilder erinnert.
Explizit fällt einem da der Blockbuster 2012 ein.
Aber auch wenn das quasi dasselbe Genre (Katastrophenfilm in der Kategorie „Weltzerstörung“) ist, unterscheiden sich die Filme doch sehr:
Während 2012 die familienkompatible Hollywood-Variante präsentiert, wo die Menschheit mit gigantischem gemeinsamen Aufwand sich das Überleben sichert (und die Queen auch noch ihre Corgis mitnehmen kann), wirkt die Evakuierung in Greenland schon etwas realistischer.

Auch das weitere Geschehen wirkt irgendwie realistischer, wenn quasi die Zivilisation an sich gefährdet ist, da natürlich Chaos ausbricht. Da brechen auch bei einzelnen Personen die niedersten Instinkte aus und erschweren der Familie den Weg in die rettenden Bunker – die übrigens in bzw. auf Grönland sind (was man sich bei dem Titel des Filmes recht schnell denken kann). Da kommt man ja auch nicht mal so eben schnell hin.

Die technischen Tricks können nicht mit 2012 und anderen Filmen konkurrieren – da merkt man das deutlich geringere Budget. Aber das macht der Film mit den Darstellern und der Geschichte wieder wett.

Greenland (Filmplakat), Bild: (c) TOBIS Film GmbH
Greenland (Filmplakat) Bild: © TOBIS Film GmbH